Bald hebt sich auch das Herbsten an – Zwiebelplootz äh Zwiebelkuchen

Naja nicht ganz. Aber einen kleinen Vorgeschmack auf den Herbst gibt es jetzt schon. Das Rezept stammt von meiner Mutter und ist vermutlich schon seit mehreren Generationen weitergegeben worden.

Es war einmal wieder Barabend im Wohnheim. Wieder musste eine, dank vorlesungsfreier Zeit, recht kleine, aber hungrige Meute versorgt werden. Gesagt getan. Taucherbrille ausgepackt (ganz wichtig!), Zwiebeln besorgt und zu zweit drauf los geschnitten. Elf kilo Zwiebeln müssen erst einmal verarbeitet werden!

Der Hefeteig wurde lange geführt um einfach mehr Geschmack als nur Hefe in den Teig zu bringen. Bei mir zuhause wurde der Zwiefelplootz immer mit Sauerteig gemacht, was nochmals zu einem komplett anderen Geschmack führt.

“Wollen wir noch irgend etwas dazu machen? Nen Salat oder sowas? Vielleicht ist Zwiebelkuchen alleine ja nicht genug.” Es gab nichts mehr dazu. Im nachhinein wurde berechnet, dass pro Stück Zwiebelkuchen (1/4 Blech pP.) alleine 500 g Zwiebeln als Belag drauf waren. Den Speck und den Teig nicht mit einberechnet. Es wurde jeder satt. Der Nase sei dank wurde Kümmel mit in die Zwiebelmasse gemischt.

Zwiebelkuchen_iiRezept für sechs bis sieben Bleche Zwiebelkuchen

Hefeteig

  • 3,3 kg Mehl (in meinem Fall versch. Sorten)
  • 2,5 l Wasser
  • 17,5 g Trockenhefe
  • 50 g Salz

Belag

  • 11 kg Zwiebeln (in Worten elf!)
  • 2 kg Speck
  • Kümmel (ganz wichtig)
  • Suppengewürz
  • Pfeffer, Salz

Zubereitung

Zutaten für den Hefeteig in eine große (!) Schüssel geben und mindestens für 35 Minuten kräftig miteinander verkneten. 45 bis 60 Minuten wären besser. Eine Küchenmaschine quittiert vermutlich bei diesem Prozess ziemlich schnell ihren Dienst. Deswegen ist Handarbeit Pflicht!

Zwiebeln schälen und in halbe Ringe schneiden (benötigt zu zweit etwa 30 Minuten). Taucherbrille aufsetzen. Man kann es nicht oft genug betonen! In einem Topf (groß, ca. 16 Liter) Speckwürfel in Öl anbraten und nach und nach die Zwiebeln hinzugeben und etwa 60 Minuten schmoren lassen. Die Zwiebelmasse karamelisiert im Ofen wodurch eine angenehme Süße dem Zwiebelbelag, Speck und Kümmel anständig Kontra gibt.

Abgeschmeckt wird die Masse, der man übrigens kein Wasser mehr hinzufügen muss, mit Suppenbrühe und Kümmel. Etwas Pfeffer schadet jedoch nicht.

Der Hefeteig wird kurz gefaltet, in 6 bis 7 (je nach gewünschter Bodendicke) gleich große Stücke zerteilt und auf Backpapier auf Blechgröße ausgerollt. Die Zwiebelmasse wird auf dem Teig verteilt und wird im vorgeheizten Backofen (190°C) für 45 Minuten gebacken.

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